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SICHTBAR – Der Podcast

Barrieren in den Köpfen abbauen.

Seit Sommer 2020 pflegen wir einen eigenen Podcast. „SICHTBAR – Der Podcast“ ist unter anderem auf Spotify, iTunes und bei Google Podcasts zu finden. Mittlerweile sind extrem viele verschiedene Podcast-Formate auf dem Markt. Aber die Wenigsten befassen sich mit den Themen Menschen mit Behinderung und Barrierefreiheit. Wir glauben, dass es für eine soziale Gesellschaft wichtig ist, dass man auch darüber ins Gespräch kommt und auch im Gespräch bleibt.

In SICHTBAR – Der Podcast erzählen wir deshalb Geschichten und zeichnen Portraits von Menschen, die zum Beispiel selbst eine Behinderung haben. Außerdem treffen wir Engagierte, Vordenker, Kreative und andere Personen des öffentlichen Lebens, die sich für Barrierefreiheit und Inklusion einsetzen oder damit zu tun haben. Da wir uns in unserer Arbeit hauptsächlich mit dem Thema Sehbehinderung auseinandersetzen, steht „sichtbar“ – als Wortspiel – für die Idee, interessanten Persönlichkeiten Gehör zu verschaffen.

Wir nehmen gerne jederzeit Vorschläge für weitere Themen und Gesprächspartner auf. Unsere Folgen sind individuell gestaltet, weil unser Autorenteam aus Personen mit unterschiedlichen beruflichen Hintergrund besteht. Für Rückmeldungen jeder Art sind wir unter sichtbar@hoermal-audio.org zu erreichen.

SICHBAR – Der Podcast: Das Foto zeigt Mathias Mester und Tomke Koop. Sie sitzen in der ersten von mehreren Stuhlreihen. Tomke hält Mathias lachend ein Mikrofon hin, er tut so, als würde er in das Mikrofon beißen. Foto: HörMal Audiodeskription

SICHTBAR-Podcast: Weltmeister Mathias Mester

Gespräch mit Weltme(i)ster Mathias Mester

SICHBAR – Der Podcast: Das Foto zeigt Mathias Mester und Tomke Koop. Sie sitzen in der ersten von mehreren Stuhlreihen. Tomke hält Mathias lachend ein Mikrofon hin, er tut so, als würde er in das Mikrofon beißen. Foto: HörMal Audiodeskription
Mathias Mester: Immer gut gelaunt, einen lockeren Spruch auf den Lippen und aktiv im Einsatz für Inklusion und Barrierefreiheit. Wir sprechen mit ihm über sein Leben als Kleinwüchsiger. Foto: HörMal Audiodeskription

Über das Leben als Kleinwüchsiger, die erste Liebe und den Erfolg im Sport

Mathias Mester: Eine Frohnatur, immer einen lockeren Spruch auf den Lippen und erfolgreicher Paar-Sportler. Mit einer Größe 1,42 m gilt er als einer der Größten unter den Kleinwüchsigen. Bekannt durch seine sportlichen Erfolge und den Auftritten in verschiedenen TV-Formaten, wie z. B. Let’s Dance, nutzt er seine hohe Reichweite besonders auf Social Media, um auf die Themen Inklusion und Barrierefreiheit aufmerksam zu machen.

Tomke Koop hat für SICHTBAR – Der Podcast mit dem „Weltmester“ gesprochen. Mathias gibt im Gespräch einen sehr privaten Einblick in sein Leben als Kleinwüchsiger. Er erzählt von seinen sportlichen Erfolgen – dem Weg über die Anfänge im Fußball bis hin zum Europa- und Weltmeister sowie zur Olympia-Silbermedaille. Wir thematisieren auch die Zeit der Jugend: Wie geht man damit um, wenn die erste Liebe aufgrund einer Behinderung die Gefühle nicht erwidert? Wann merkt man, dass man „anders“ ist als die anderen? Und fühlt man sich eigentlich als „Quoten-Behinderter“, wenn man zu Formaten wie Let’s Dance eingeladen wird?

All diese Fragen und noch viele weitere interessante Details über Mathias Mester hört ihr in der Folge von SICHTBAR – Der Podcast.


Wir sprechen in unserem Podcast „SICHTBAR“ mit Menschen über Inklusion und Barrierefreiheit. Wir porträtieren Menschen mit Behinderung, weil wir mehr über ihr Leben, die Schwierigkeiten, aber vor allem auch die Möglichkeiten wissen möchten. Dabei sind wir jederzeit auch offen für Feedback zu neuen Interview-Gästen. Schreibt uns euer Feedback und Vorschläge gerne per Mail an sichtbar@hoermal-audio.org. SICHTBAR – Der Podcast wird von HörMal Audiodeskription in Kooperation mit dzb lesen herausgegeben.

Eskandar Abadi in dunkelgrauem Anzug spielt Geige. Er steht hinter einem runden Tisch auf dem ein Braille-Druck seines Buches liegt, daneben ein Mikrofon. Im Hintergrund steht ein Aussteller mit dem Schriftzug „dzblesen“. Links an der Wand steht ein langes flaches Regal in den Bücher und Informationsmaterialien geordnet sind, Foto: Florian Eib.

SICHTBAR-Podcast: „Aus dem Leben eines Blindgängers“

Interview mit Eskandar Abadi

SICHTBAR – Der Podcast: Ein Foto zeigt Eskandar Abadi, der Geige spielend neben einem kleinen Tisch steht. Er trägt einen dunkelgrauen Anzug zu weinrotem Hemd und hat kurze graue Haare. Auf dem Tisch steht ein Mikrofon. Daneben liegt sein Buch „Aus dem Leben eines Blindgängers“. Im Raum hinter ihm befindet sich ein Bücherregal, an der Wand hängen gerahmte Plakate des dzblesen, Foto: Florian Eib.
Musiker aus Leidenschaft: Eine besondere Begebenheit war es, die Eskandar Abadi zu seiner ersten Geige führte. Mehr dazu verrät er in dieser Folge SICHTBAR – Der Podcast. Foto: Florian Eib.

Über Religion, Revolution und einen Zauberberg

Eskandar Abadi wurde 1959 in Mahschar im Iran geboren. Als junger Erwachsener floh der geburtsblinde Iraner nach Deutschland, das er heute seine Heimat nennt. Der Autor, Musiker und Journalist studierte in Deutschland und lebt heute in Köln. Florian Eib hat für SICHTBAR – Der Podcast mit einem Mann gesprochen, der sich selbst als „sehenden“ Blinden betrachtet. Aus aktuellem Anlass hat Eskandar aus seinem Buch „Aus dem Leben eines Blindgängers“ vorgelesen und auch musiziert. Das Buch ist im Katapult-Verlag erschienen und kann dort auch erworben werden. 

Wer dieses Buch liest, wird schnell autobiografische Züge vermuten. Denn die Hauptperson hat durchaus Ähnlichkeit mit dem heranwachsenden Autor. Was dieser selbst dazu sagt, erfahrt ihr in dieser Podcast-Folge. Außerdem verrät uns Eskandar Abadi, wie er als junger Mensch durch verschiedene Religionen geprägt wurde und warum ihn das bis heute stark beeinflusst. Wir sprechen mit ihm über den Grund seiner Flucht aus dem Iran und warum die Musik dabei eine wichtige Rolle spielte. Gleichsam danken wir unserem Gesprächspartner für seine Offenheit und für die vielen persönlichen Einblicke. Seine ganz eigene Art und Weise, über seine Erlebnisse zu berichten, spricht für sich und vermittelt – wie wir finden – einen ungefilterten Eindruck dieses empfindsamen, kreativen, ehrlichen und zugleich herzlichen Menschen.


Wir sprechen in unserem Podcast „SICHTBAR“ mit Menschen über Inklusion und Barrierefreiheit. Wir porträtieren Menschen mit Behinderung, weil wir mehr über ihr Leben, die Schwierigkeiten, aber vor allem auch die Möglichkeiten wissen möchten. Dabei sind wir jederzeit auch offen für Feedback zu neuen Interview-Gästen. Schreibt uns euer Feedback und Vorschläge gerne per Mail an sichtbar@hoermal-audio.org. SICHTBAR – Der Podcast wird von HörMal Audiodeskription in Kooperation mit dzb lesen herausgegeben.

SICHTBAR – Der Podcast: Martin Engel und Tomke Koop sitzen sich gegenüber und unterhalten sich. Tomke Koop hält ein Mikrofon in Richtung des blinden Pianisten im schwarzen Rollkragenpullover. Hinter ihnen steht ein schwarzes Klavier. Foto: HörMal Audiodeskription

SICHTBAR-Podcast: Interview mit dem blinden Pianisten Martin Engel

Interview mit dem blinden Pianisten Martin Engel

Beitrag: Tomke Koop, 29.01.2022

Das neue Podcast-Jahr von  SICHTBAR – Der Podcast startet mit einem Highlight. Denn unser erster Gast in 2022 ist niemand geringeres als Martin Engel. Martin Engel ist Vollblutmusiker und Profi-Pianist. Das Besondere: Er ist geburtsblind und musste sich daher seinem Instrument und dem Notenlesen anders nähern als es sehende Schülerinnen und Schüler tun. Darüber und über seinen Weg zur Profi-Laufbahn spricht der blinde Pianist in dieser Folge von SICHTBAR – Der Podcast mit Tomke Koop.

SICHTBAR Der Podcast: Das Foto zeigt den blinden Pianisten Martin Engel von der Seite während er Klavier spielt. Dabei lächelt er. MartinE Engel trägt einen schwarzen Anzug mit schwarzem Hemd. Foto: Juliane Herrmann
Martin Engel ist geburtsblind. Seine Liebe zur Musik wurde ihm in die Wiege gelegt. Im Alter von neun Jahren erhielt er seinen ersten Klavierunterricht. Foto: Juliane Herrmann

Transkript zur Folge: Interview mit dem blinden Pianisten Martin Engel wird in Kürze hier erscheinen

Blind Klavier lernen und Noten lesen – wie geht das?

Die Liebe zur Musik und das musikalische Gespür wurden Martin Engel schon in die Wiege gelegt. „Die Veranlagungen kommen von ihm, da bin ich ganz sicher“, sagt der blinde Pianist. Gemeint ist damit sein Vater, der laut Engel eine besondere Begabung für harmonisches Denken und Hören hat. 

Seinen ersten Klavierunterricht erhielt Martin Engel im Alter von neun Jahren. „Es sollte eigentlich schon früher das Fall sein“, sagt er. Doch das war an seiner damaligen Blindenschule nicht möglich. Auch das Notenlesen wurde in der Schule nicht vermittelt. Deshalb wurde der Kontakt zu einer privaten Klavierlehrerin hergestellt. Nachdem er die ersten Stücke durch Anhören und Nachspielen eingeübt hat, wurde kurze Zeit später das Notenlesen interessant. Gemeinsam mit seiner Mutter hat der blinde Pianist sich dann in das Lesen von Braillenoten eingearbeitet. „Das war richtig hart“, sagt er. Ungefähr ein Jahr habe es gedauert, bis er Blinden-Notenschrift flüssig lesen konnte. 

Mittlerweile ist Martin Engel Profi darin und hat mehrere Ringbücher mit Braillenoten zu Hause. Viele seiner Noten bezieht er vom Deutschen Zentrum für barrierefreies Lesen (dzb lesen). Im Projekt „DaCapo“ werden Noten für blinde Musikerinnen und Musiker, egal ob Laie oder Profi, in Braillenoten und Großdruck übertragen. Diese können von Nutzerinnen und Nutzern des dzb lesen kostenlos ausgeliehen oder gekauft werden. Die Bibliothek umfasst derzeit schon mehr als 6.500 Werke. Sollte ein Werk nicht vorhanden sein, dann kümmert sich das Team von „DaCapo“ gerne um die Übertragung des gewünschten Stückes – von diesem Service macht auch Martin Engel häufig Gebrauch. Wer mehr über den Service erfahren möchte, findet hier mehr Informationen und Kontaktdaten.

Aus dem Leben eines Profi-Pianisten

In dieser Podcast-Folge berichtet uns Martin Engel von seinem Weg als blinder Pianist. Er habe dabei seinen Eltern viel zu verdanken, sagt er. Sie hätten ihn schon früh unterstützt, mit ihm das Notenlesen geübt und ihn während seines gesamtes Werdegangs unterstützt. Martin Engel studierte Klavier und später auch Cembalo. Während seines Studiums erhielt er verschiedene Auszeichnungen. 

Heute gibt der Profi-Pianist sein Wissen an seine Schülerinnen und Schüler weiter. Auf die Frage, was seinen Unterricht besonders machen würde, antwortet er: „Ich gehe gerne mal auf Tuchfühlung.“ Wo andere Lehrerinnen und Lehrer auf Sicht arbeiten, lässt Martin Engel seine Schützlinge Handhaltungen und -positionen ertasten. 

SICHTBAR – Der Podcast: Martin Engel und Tomke Koop sitzen sich gegenüber und unterhalten sich. Tomke Koop hält ein Mikrofon in Richtung des blinden Pianisten im schwarzen Rollkragenpullover. Hinter ihnen steht ein schwarzes Klavier. Foto: HörMal Audiodeskription
Martin Engel ist ein blinder Pianist und zu Gast bei SICHTBAR – Der Podcast. Im Interview erzählt er Tomke Koop vom SICHTBAR-Team von seinen musikalischen Anfängen und seinem Weg zur Profi-Karriere. Foto: HörMal Audiodeskription

Unterwegs mit Chopin, Bach und Liszt

Im Rahmen der Pandemie ist dieses Konzept natürlich in den Hintergrund getreten. Momentan finden die Stunden nur mit Abstand oder online statt. Auch der zweite wichtige Bereich in Martin Engels Tätigkeit ist dadurch betroffen: Die Live-Auftritte. Der blinde Pianist gibt gerne Konzerte in verschiedenen Teilen Deutschlands. Dabei wird er eins mit seinem Instrument, während er u. a. Werke von Chopin, Mendelssohn, Bach oder Mozart spielt. Wie so viele Veranstaltungen mussten auch viele Konzerte von Martin Engel in den letztem Jahren ausfallen. Für 2022 sind aber schon verschiedene Termine geplant. Bei seinen Auftritten arbeitet der Pianist gerne auch mit seinem Vater zusammen. Gemeinsam haben sie ein literarisch-musikalisches Programm erarbeitet, z. B. „Liszt, Chopin und Heinrich Heine: Französische Verhältnisse“. Engel spielt Stücke von Liszt und Chopin, sein Vater liest dazu passende Texte von Heine. „Insgesamt geht es darum, die Pariser Salonmusik und die Atmosphäre, die dort geherrscht haben könnte, ein bisschen zu erfassen“, sagt Martin Engel. Davon haben sie gemeinsam auch einige Weitere Programme entwickelt und hoffe, damit noch einige Jahre zusammen unterwegs zu sein. Alle Termine für kommende Auftritte sind hier veröffentlicht.


Wir sprechen in unserem Podcast „SICHTBAR“ mit Menschen über Inklusion und Barrierefreiheit. Wir porträtieren Menschen mit Behinderung, weil wir mehr über ihr Leben, die Schwierigkeiten, aber vor allem auch die Möglichkeiten wissen möchten. Dabei sind wir jederzeit auch offen für Feedback zu neuen Interview-Gästen. Schreibt uns euer Feedback und Vorschläge gerne per Mail an sichtbar@hoermal-audio.org. SICHTBAR – Der Podcast wird von HörMal Audiodeskription in Kooperation mit dzb lesen herausgegeben.

Wie funktioniert Audiodeskription: Matthias Döpke und Tomke Koop sitzen auf roten Sitzen sich zugewandt im Zuschauerrang des Schauspiel Leipzig. Matthias Döpke spricht in ein Mikrofon, das Tomke Koop in seine Richtung hält. Foto: Florian Eib.

SICHTBAR-Podcast: Wie funktioniert Audiodeskription?

Wie funktioniert Audiodeskription?

Wir von HörMal Audiodeskription begleiten schon seit einigen Jahren Live-Events mit Hörbeschreibungen für Menschen mit einer Seheinschränkung. In Gesprächen mit unseren Partnern und Interessenten haben wir vor allem eines festgestellt: Viele Menschen kennen den Service Audiodeskription noch nicht. Wir sind davon überzeugt, dass Audiodeskription einer Vielzahl von Menschen ein besseres Erlebnis von Veranstaltungen und Filmen ermöglichen kann. 

In dieser Folge von SICHTBAR – Der Podcast erklären wir deshalb, wie Audiodeskription funktioniert, für wen sie einen Mehrwert bieten kann und was unser Verständnis von Audiodeskription ist. 

Und um nicht nur theoretisch zu bleiben, nehmen wir unsere Hörerinnen und Hörer mit auf einen Abend im Schauspiel Leipzig. Dort zeigen wir am lebenden Beispiel, wie ein Abend mit mit dem inklusive Service Audiodeskription ablaufen kann und welche weiteren Hilfsmittel mitgedacht werden müssen. 

Transkript zur Folge: Wie funktioniert Audiodeskription (PDF)


Wie funktioniert Audiodeskription: Matthias Döpke und Tomke Koop sitzen auf roten Sitzen sich zugewandt im Zuschauerrang des Schauspiel Leipzig. Matthias Döpke spricht in ein Mikrofon, das Tomke Koop in seine Richtung hält. Foto: Florian Eib.
Tomke Koop von HörMal Audiodeskription hat mit Matthias Döpke, Dramaturg und Verantwortlicher für die Audiodeskription am Schauspiel Leipzig, gesprochen und die blinden und sehbehinderten Gäste im Schauspiel einen Abend begleitet. Foto: Florian Eib.

 

Für wen ist Audiodeskription hilfreich?

Bei einer Audiodeskription (auch Hörbeschreibung genannt) handelt es sich um eine Art zusätzliches Hörerlebnis. Geschulte Reporter beschreiben und erklären alles, was für Menschen, die nicht oder nur eingeschränkt sehen können, nicht zugänglich ist. Beispielsweise die Parade des Torhüters, wo genau sich der Ball auf dem Spielfeld befindet oder wie das Bühnenbild bei einem Schauspielstück gestaltet ist.

Es gibt verschiedene Formen von Hörbeschreibungen. Wir erklären in dieser Folge, wie und wo diese umgesetzt werden können. Zum Beispiel im Fernsehen, als vorgeschriebenen Skript im Theater oder komplett live und spontan auf Live-Events in einer Arena. 

Eine Gemeinsamkeit aller Formen von Audiodeskription: Sie eignen sich nicht nur für die Gruppe der blinden und sehbehinderten Menschen. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass auch alle anderen Menschen, die etwas visuell nicht gut wahrnehmen können, davon profitieren. Zum Beispiel ältere Menschen, Menschen mit einer körperlichen oder geistigen Einschränkung. Auch Menschen mit einer Lernbehinderung können die zusätzlichen Erklärungen eine Hilfe sein. Die Beschreibungen werden vor Ort über Kopfhörer empfangen.

„Wir wollen Menschen in Gesellschaft bringen“

Unsere Expertise von HörMal liegt in der Live-Audiodeskription auf Veranstaltungen. Wir sehen in Veranstaltungen vor allem eines: Einen Begegnungsraum, in dem wir über die Leidenschaft zu einer Handballmannschaft, einer Musikgruppe oder einem Theaterstück und auch vielem mehr ins Gespräch kommen können. Es treffen sich Gleichgesinnte, die die Liebe zur Musik, zu einem Sportverein oder zur Kultur teilen. Ob jung, alt, klein, groß – es trifft sich ein Querschnitt unserer Gesellschaft. 

Und hier sehen wir optimale Bedingungen, um Barrieren – auch in den Köpfen – abzubauen und Menschen in Gesellschaft zu bringen. Denn hier treffen bestenfalls auch Menschen mit und ohne Behinderung aufeinander, kommen ins Gespräch und werden sichtbar.

Wie funktioniert Audiodeskription: Tomke Koop bei einer Stückeinführung im Schauspiel Leipzig. Sie steht mit blinden und sehbehinderten Gästen im Schauspiel Leipzig im Kreis. In der Hand hält sie ein blaues Stück Stoff während sie zu den Gästen spricht.
Bei einer Veranstaltung mit Audiodeskription können unsere Gäste oft auch haptische Modelle, zum Beispiel eines Spielfeldes, eines Balles oder einer Bühne ertasten. Im Schauspiel Leipzig können bei der Stückeinführung oft Stoffproben der Kostüme ertastet werden. Foto: Florian Eib

„Audiodeskription ist nur die Kür“

Wir haben die Erfahrung gemacht, dass das Angebot von Hörbeschreibungen zwar gut gedacht ist, aber weit mehr als die bloße Beschreibung beinhalten sollte. Warum? Die Entscheidung zu einer Veranstaltung zu gehen, beginnt nicht erst im Stadion. Vor, während und nach der Veranstaltung gibt es viele Barrieren, die wir in unserer Arbeit versuchen abzubauen. 

Deshalb haben wir im laufe der Jahre ein erweitertes Verständnis von Audiodeskription entwickelt, zu der auch die Betrachtung dieser Punkte gehört: Ticketerwerb, barrierefreie Bewerbung der Angebote mit Audiodeskription, Hilfestellungen bei An- und Abfahrt, Begleitservices und auch eine auf die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung abgestimmte Sitzplatzverteilung. Hierzu beraten wir Veranstalter natürlich gerne! 

Wer sich für Veranstaltungsangebote mit Audiodeskription interessiert, kann sich in unseren Newsletter eintragen. Hier tragen wir die neusten Angebote zusammen und informieren ungefähr einmal monatlich per E-Mail. 


Wir sprechen in unserem Podcast „SICHTBAR“ mit Menschen über Inklusion und Barrierefreiheit. Wir porträtieren Menschen mit Behinderung, weil wir mehr über ihr Leben, die Schwierigkeiten, aber vor allem auch die Möglichkeiten wissen möchten. Dabei sind wir jederzeit auch offen für Feedback zu neuen Interview-Gästen. Schreibt uns euer Feedback und Vorschläge gerne per Mail an sichtbar@hoermal-audio.org. SICHTBAR – Der Podcast wird von HörMal Audiodeskription in Kooperation mit dzb lesen herausgegeben.

SICHTBAR-Podcast: „Allen war schnell klar: Blind ist nicht gleich blöd.“

Ein blinder Lehrer erzählt – „Allen war schnell klar: Blind ist nicht gleich blöd.“

2019 erschien ein Buch mit dem Titel „Siehst du die Grenzen nicht, können sie dich nicht aufhalten“, geschrieben von Jutta Hajek. Portraitiert wurde Familie Müller, in der nicht nur der Vater und die Mutter, sondern auch die beiden Söhne augenkrank und blind sind. Heute arbeiten die beiden Kinder erfolgreich als Lehrer bzw. Priester, doch auf dem langen Weg dorthin hatte die Familie viele Hürden zu meistern. Über die Geschichte der Familie redet Constantin Sträter SICHTBAR – Der Podcast mit Christof Müller, einem der beiden Söhne der Familie.

Eine Portraitaufnahme von Christof Müller. Er trägt eine blaue Strickjacke und hat seine Arme vor dem Körper verschränkt. Seine grauen Haare sind zu einem Scheitel frisiert, Foto: Christof Müller.
Christof Müller hat mit uns über seine Lebensgeschichte und seinen Beruf als Lehrer in Marburg gesprochen, Fotorechte: Christoph Müller.

Transkript zur Folge: Ein blinder Lehrer erzählt (PDF)

„Es hieß noch nicht so, aber eigentlich wurde meine Mutter inklusiv beschult“

Eine latente Gefahr für die Eltern bestand in deren Kindheit immer. Sie wurden beide 1937 geboren und im dritten Reich drohte ihnen schlimmstenfalls das Euthanasie-Programm der Nazis. Und so kam auch eines Tages die Gestapo bei Familie Müller vorbei. Sie hatten den Hinweis bekommen hatten, dass sich in der Familie ein blindes Kind befindet. Die sechsjährige Marie Müller konnte schnell fliehen und sich so retten. Ansonsten existierte in ihrem Dorf ein großer solidarischer Geist. Ihr Lehrer setzte sie in die erste Reihe und die Mitschüler*innen halfen ihr, wenn Marie Müller gerade einmal Unterstützung brauchte. Auch wenn es nicht so genannt wurde, hat damals bereits eine ganz praktische Form der Inklusion stattgefunden. 

„Mein Bruder ist nicht nur mein Bruder, sondern eigentlich auch mein bester Freund“

Marie Müller lernte später ihren Mann kennen und bekam zwei Kinder mit ihm, die beide ebenfalls blind waren: Christof und Stefan. Bei der Bewältigung der vielen Herausforderungen haben Christof Müller und seiner Familie zwei Dinge immer geholfen: Der christliche Glaube und der Zusammenhalt in der Familie. Aus dem christlichen Glauben erwuchs die große Zuversicht, die Herausforderungen des Lebens bewältigen zu können. „Ich habe auf Gott vertraut, dass Gott, wenn ich mich anstrenge, schon helfen und mir einen Weg aufzeigen wird. Ich habe die Erfahrung gemacht, in schier ausweglosen Situationen kam immer irgendwo Hilfe her. Das hat mich geprägt“, sagt Christof Müller.

Eine grauhaarige mit Blindenstock, blauer Hose und rotem Oberteil steht neben zwei mittelalten Männern, die beide dunkle Hosen und dazu ein weißes Hemd tragen. Sie alle stehen vor einem doppelflüggen Holztor mit metallnen Türbeschlägen. Über der Wand neben der Tür hängen grüne Blätterranken herunter, Fotorechte: Christof Müller.
Ein Familienbild: Familie Müller vor den Toren von Schloss Schenna, Fotorechte: Christof Müller.

Schon früh hatten er und sein Bruder viel Verantwortung, da sie in ihrer Kindheit besser sehen konnten als ihre Eltern. Aber als Druck hat Christof Müller das nie empfunden. Er sagt, dass er kein Mitleid bekommen und so schon viel Eigenverantwortlichkeit gelernt habe. Genaus o vertraut er auch heute seinen Schüler*innen. Er möchte keine Assistenz in den Unterrichtsstunden, damit die Schüler einen geschützten Rahmen mit ihm haben und selber Verantwortung übernehmen. „Denn wenn sie die übernehmen“, so Müller, „dann ist das auch eine große Chance für sie.“
Die bewegende Lebensgeschichte der Müllers erzählt Jutta Hajek in „Siehst du die Grenzen nicht, können sie dich nicht aufhalten“, erschienen im bene!-Verlag. Das Buch wurde von der Deutschen Katholischen Blindenbücherei außerdem auch als Hörbuch vertont und ist im Medibus-Netzwerk abrufbar.


Wir sprechen in unserem Podcast „SICHTBAR“ mit Menschen über Inklusion und Barrierefreiheit. Wir porträtieren Menschen mit Behinderung, weil wir mehr über ihr Leben, die Schwierigkeiten, aber vor allem auch die Möglichkeiten wissen möchten. Dabei sind wir jederzeit auch offen für Feedback zu neuen Interview-Gästen. Schreibt uns euer Feedback und Vorschläge gerne per Mail an sichtbar@hoermal-audio.org. SICHTBAR – Der Podcast wird von HörMal Audiodeskription in Kooperation mit dzb lesen herausgegeben.

Selbstverteidigung für Blinde: Marco Beyer im Kampf mit einem anderen Mann. Beide tragen schwarze Kampfanzüge und tragen schwarze Gürtel. Beyer hat kurze braune Haare und einen Chin-Strip-Bart. Mit einer ausladenden Armbewegung schiebt Marco den Arm seines Gegners beiseite, Bildrechte: Marco Beyer.

SICHTBAR-Podcast: Selbstverteidigung für Blinde mit Kampfkünstler Marco Beyer

Selbstverteidigung für Blinde: 
„Der Weg ist das Ziel.“

Marco Beyer ist mit 27 Jahren späterblindet, was ihn vor ganz neue Herausforderungen stellte. Der Selbstverteidigungssport Taidô Ryû Jû Jûtsu gab ihm die Möglichkeit, auch als Blinder seiner Leidenschaft, der Kampfkunst, nachzugehen. Um all die Erlebnisse zu verarbeiten, entschied er sich ein Buch zu schreiben, das seine Sicht auf die Welt der Sehenden zeigen soll. Antonia Lemke hat Marco für SICHTBAR – Der Podcast in seiner Heimatstadt Marburg getroffen.

Selbstverteidigung für Blinde: Marco Beyer im Kampf mit einem anderen Mann. Beide tragen schwarze Kampfanzüge und tragen schwarze Gürtel. Beyer hat kurze braune Haare und einen Chin-Strip-Bart. Mit einer ausladenden Armbewegung schiebt Marco den Arm seines Gegners beiseite, Bildrechte: Marco Beyer.
Gerne in Aktion: Marco Beyer in seiner Kampfschule. Dort trainiert er mehrmals in der Woche, Bildrechte: Marco Beyer.

Transkript zur Folge: Selbstverteidigung für Blinde (PDF)

„Die Blindenwelt ist nicht meine Welt.“

Marco Beyer hatte zwar schon von Geburt an eine starke Sehschwäche, aber er konnte lange Zeit, wie er selbst sagt, ein normales Leben führen. Mit ein bisschen Hilfe hat er die Schule und seine Ausbildung gemeistert. Obwohl ihm die Ärzte schon früh sagten, dass er einmal erblinden würde, wollte er das nicht wirklich wahrhaben und lebte sein Leben. Mit dem Beginn seiner ersten Ausbildung, bemerkte er langsam die Einschränkungen, die mit seiner Netzhauterkrankung einher gingen. Räumliches Sehen war für ihn nicht möglich und er musste seine Maurerausbildung gezwungenermaßen abbrechen. Seine zweite Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann konnte er zwar erfolgreich abschließen, aber lange blieb er nicht. Seine Einschränkungen wurden stärker, die Belastbarkeit seiner Augen auch mit Hilfsmitteln immer geringer. Mit 27 Jahren war seine Erblindung so weit Fortgeschritten, dass er berentet wurde: „Ich war irgendwann nach meiner Erblindung an einem Punkt, wo ich für mich selbst habe rausfinden müssen, ob das Leben weiter einen Sinn macht.“

Marco Beyer geht mit seinem Blindenführhund einen Schotterweg entlang. Links und rechts ragen Bäume und Büsche auf, Bildrechte: Marco Beyer.
Marcos treuester Begleiter ist heute sein Blindenhund Ringo. „Er ist mein Auge“, sagt der gebürtige Pfälzer. Gemeinsam laufen die beiden sogar Halbmarathon, Bildrechte: Marco Beyer.

„Viele Situationen, sind erstmal schwierig, aber man kann sie überwinden.“

Diese Lebensumstellung hat Marco Beyer vor ganz neue Herausforderungen gestellt. Für ihn hieß es dann: Annehmen oder nicht. Er entschied sich zum Glück für Ersteres. Heute sagt er dazu schlicht: „Das Leben hat noch viele schöne Sachen zu bieten.“ Um seine Erfahrung zu verarbeiten, entschied er sich, alles aufzuschreiben. Dadurch entstand sein Buch: „The Blind Jiuka – Das Leben des Marco Beyer in der Welt der Sehenden“. Den Titel hat er ganz bewusst gewählt und sieht sich außen vor in dieser Welt, weil er viele Dinge macht, die von ihm nicht erwartet werden. Jiuka: ein Mensch, der eine Kampfkunst ausübt. Und das steckt auch dahinter. Er hat für alles in seinem Leben gekämpft und will anderen Blinden und Sehgeschädigten zeigen, dass nichts unmöglich ist. Ganz besonders möchte er aber die Sehenden ansprechen, ihnen vor Augen führen, dass die Welt auf sie ausgerichtet ist und Menschen mit Einschränkungen viele Dinge anders angehen müssen. Gleichzeitig will er in dieser ‚Welt der Sehenden‘ etwas verändern: mehr Akzeptanz, mehr Integration und Anpassung.

„Trotzdem eine gute Geschichte daraus machen“

Seine Leidenschaft zur Kampfkunst hat er schon von seinem Vater geerbt, doch das war mit seiner Erblindung nicht mehr umsetzbar. Er suchte nach einer neuen Möglichkeit. Selbstverteidigung war das Stichwort und mit seinem Umzug nach Marburg, fand er Taidô Ryû Jû Jûtsu. Eine Selbstverteidigungskunst, die auf Kontakt basiert. Er unterschrieb den Vertrag noch am gleichen Tag. Für ihn war das Besondere daran nicht nur, dass er diese Sportart problemlos durchführen konnte, sondern viele andere Menschen mit Einschränkungen auch. Die Sportart bedient sich sogenannten Hebeltechniken. Das bedeutet, man braucht keine Kraft und man kann auch als gehandicapter Mensch einen anderen kontrollieren. Ein weiterer Vorteil: Es tut zwar ziemlich weh, aber man verletzt niemanden ernsthaft. Und weil das so gut funktioniert, hat Marco Beyer es auch als erster Blinder in Marburg geschafft, den ersten Dan (schwarzer Gürtel) zu erlangen, und durfte vor zwei Jahren beginnen, andere in seiner Kampfschule zu unterrichten.

Marco Beyer steht hinter seinem liegenden Blindenhund. Er trägt einen schwarzen Kampfanzug. Im Hintergrund hängen Schwerter an der Wand, Bildrechte: Marco Beyer.
Auch zu Vorträgen oder Schultrainings sind Marco und sein Hund gemeinsam unterwegs, Bildrechte: Marco Beyer.

Dabei ist ihm ganz egal, wer zu seinem Training kommt. Marco schult nicht nur Selbstverteidigung für Blinde. Er will den Menschen zeigen, dass man vor seinen Einschränkungen nicht halt machen sollte und trotzdem Dinge ausprobiert und seine Ziele verfolgt: „Dass auch andere sehen, es gibt Menschen, die haben das Gleiche Problem und die haben trotzdem eine gute Geschichte draus gemacht.“

Mit dieser Motivation verfolgt Marco Beyer auch eine andere Beschäftigung. Er nennt sich selbst ‚Referent für Motivationstraining‘. Er gibt Kurse u.a. in Unternehmen und will damit ein weiteres Mal zeigen: Man kann aus einer schweren, herausfordernden Situation etwas Gutes machen. Das möchte er auch in Zukunft an Menschen, egal mit welcher Geschichte, weitergeben.


Wir sprechen in unserem Podcast „SICHTBAR“ mit Menschen über Inklusion und Barrierefreiheit. Wir porträtieren Menschen mit Behinderung, weil wir mehr über ihr Leben, die Schwierigkeiten, aber vor allem auch die Möglichkeiten wissen möchten. Dabei sind wir jederzeit auch offen für Feedback zu neuen Interview-Gästen. Schreibt uns euer Feedback und Vorschläge gerne per Mail an sichtbar@hoermal-audio.org. SICHTBAR – Der Podcast wird von HörMal Audiodeskription in Kooperation mit dzb lesen herausgegeben.

Berufliche Integration – Dafür setzt sich Susanne Klein ein. Das Portraitfoto zeigt sie lächelnd und mit Brille in einem dunkelblauen Top, darüber ein hellblaues Jeanshemd. Sie trägt schulterlange grau-melierte Haare. Im Hintergrund erscheint das buntgefärbte Logo von AKQUINET, Foto: AKQUINET.

SICHTBAR-Podcast: AKQUINET – Wie gelingt berufliche Integration?

AKQUINET – Wie gelingt berufliche Integration?

AKQUINET ist ein unabhängiges und eigentümergeführtes Unternehmen, das verschiedenste Beratungs- und Service-Leistungen im IT-Bereich anbietet. Dabei leistet sich die AG zusätzlich einen Inklusionsbetrieb, die akquinet outsourcing gGmbH. Über 45 Prozent der Mitarbeitenden hier haben eine ausgewiesene Schwerbehinderung. Wir haben deshalb nachgefragt: Wie gelingt berufliche Integration?

Das Engagement der akquinet AG  wurde 2019 mit dem Hamburger Inklusionspreis ausgezeichnet. Das Unternehmen setze sich in besonderem Maße für Gleichberechtigung im Berufsleben ein, heißt es in der Begründung. Dabei wurde besonders „die Schaffung neuer Arbeitsbereiche und -felder für Menschen mit Behinderungen“ lobend erwähnt. Für diese Podcastfolge hat Florian Eib Susanne Klein, die Integrationsbeauftragte der akquinet outsourcing, getroffen. Beide haben über Chancen, Herausforderungen und Hindernisse beruflicher Integration gesprochen.

 
Gleichberechtigung im Berufsleben – Dafür setzt sich Susanne Klein ein. Das Portraitfoto zeigt sie lächelnd und mit Brille in einem dunkelblauen Top, darüber ein hellblaues Jeanshemd. Sie trägt schulterlange grau-melierte Haare. Im Hintergrund erscheint das buntgefärbte Logo von AKQUINET, Foto: AKQUINET.
Susanne Klein arbeitet seit Februar 2020 bei akquinet outsourcing. „Wegen Corona konnte ich viele der Kolleginnen leider noch nicht persönlich kennenlernen“, beschreibt die 64-Jährige die derzeit spezielle Arbeitssituation, Foto: AKQUINET.

Transkript zur Folge: Wie gelingt berufliche Integration? (PDF)

In kleinen Schritten auf dem richtigen Weg

Was alle Mitarbeitenden bei AKQUINET verbindet, ist die Leidenschaft für IT – einfacher gesagt für die Arbeit mit Computern, Soft- und Hardware. Für Susanne Klein gilt das allerdings nicht ganz. Sie sei vor allem für „das Menschliche“ da, freut sich die 64-Jährige. Und sie ist ein Freund klarer Worte. Offenheit in der Kommunikation sei sowieso das Allerwichtigste, wenn man bei dem Thema Inklusion etwas vorantreiben wolle, sagt sie.

An einem breiten Konferenztisch sitzen am einen Ende Florian Eib und am anderen Susanne Klein. Beide haben Headsets auf dem Kopf und blicken sich an. Susanne Klein gestikuliert. Florian hat einen Laptop mit Text und ein Mischpult vor sich, Foto: Tomke Koop.
Offenes Gespräch in Hamburg: Susanne Klein stand Journalist Florian Eib für SICHTBAR – Der Podcast Rede und Antwort, Foto: Tomke Koop.

Die Entwicklungen vor allem bei der akquinet outsourcing seien schon äußerst positiv zu sehen, findet Klein. Dennoch wolle man sich weiterentwickeln, was etwa die Anzahl der Menschen mit Schwerbehinderung in allen Gesellschaften der AKQUINET Gruppe angeht. „Wir sind dabei, auch da die Barrieren aus den Köpfen zu holen“, so Klein. Hier habe sie auch noch einige Arbeit vor sich. „Da wird auch gedacht, wir haben ja schon einen Integrationsbetrieb. Das kann man ja auch mit Stolz sagen, aber dennoch kann man sich ja mit dem Thema befassen.“ Gerade auch wenn man Vorbild für andere Unternehmen sein möchte, müsse man mit gutem Beispiel vorangehen.

Erst kürzlich gab es Gespräche, berichtet Susanne Klein, in denen man sich darüber geeinigt hat, wie sich auch die anderen Gesellschaften der AKQUINET Gruppe mehr mit dem Thema Inklusion am Arbeitsplatz befassen.

Eine Schwierigkeit: Genügend Bewerber finden

Zur ganzen Wahrheit gehöre aber auch, dass sich viel zu wenige Menschen mit Einschränkung für Jobs bewerben würden. Initiativ-Bewerbungen seien jederzeit erwünscht, so Klein. Hier würde sich Susanne Klein auch mehr Mut bei den Arbeitssuchenden wünschen, es mit einer Bewerbung einfach zu versuchen.

Das Thema Öffentlichkeitsarbeit spielt bei AKQUINET auch für die Suche von Bewerbern mit Schwerbehinderung eine besondere Rolle. Über Videoformate und Online-Artikel, in denen die Mitarbeitenden über ihre Arbeit berichten, versucht man Zugang zu möglichen Job-Interessenten zu bekommen. Zusätzlich werden Anzeigen geschaltet und natürlich eine Menge Netzwerkarbeit betrieben. Ein besonderes Erlebnis stellen Team-Events, wie die Teilnahme am inklusiven Helga-Cup dar. Dabei handelt es sich um einen Segelwettbewerb für Frauen mit Handicap. Stolz berichtet Susanne Klein, dass man hier unter der Fahne von AKQUINET mitsegelt.

Ein Beispiel für berufliche Integration - Ein Portraitfoto von Lucas Carvalhana mit einem schwarzen T-Shirt. Er hat Glatze und lächelt breit. Im Hintergrund befinden sich einige Bäume und eine Wiese, Foto: AKQUINET.
Lucas Carvalhana arbeitet seit sechzehn Jahren bei AKQUINET. Tomke Koop hat für unseren Podcast mit ihm über seinen Arbeitsalltag und Hilfsmittel, die er wegen seiner Sehbehinderung braucht, gesprochen, Foto: AKQUINET.

Jeder hat seine Einschränkungen

Gleichberechtigung im Berufsleben – eine schöne Vorstellung und eine Richtung für die kommenden Jahrzehnte. „Es sind Begrenzungen in unseren Köpfen, die Zeit brauchen“, sagt Susanne Klein. Sie führt als Beispiele auch den Umgang mit Frauenrechten oder die Debatten über sexuelle Orientierung an. Alles Themen, die sich über Jahrzehnte weiterentwickelt haben. Die UN- Behindertenrechtskonvention, die 2009 ratifiziert wurde, sei dahingehend ein wichtiger Meilenstein gewesen, ist sich Klein sicher. Die nachfolgenden Aktionspläne zeigten auch schon Wirkung. Das Bewusstsein für Menschen mit Behinderung sei über die Jahre ein anderes geworden. Und überhaupt habe ja jeder seine Einschränkungen, lacht sie. Das müsse nur in den Köpfen der meisten Menschen noch mehr ankommen. 


Wir sprechen in unserem Podcast „SICHTBAR“ mit Menschen über Inklusion und Barrierefreiheit. Wir porträtieren Menschen mit Behinderung, weil wir mehr über ihr Leben, die Schwierigkeiten, aber vor allem auch die Möglichkeiten wissen möchten. Dabei sind wir jederzeit auch offen für Feedback zu neuen Interview-Gästen. Schreibt uns euer Feedback und Vorschläge gerne per Mail an sichtbar@hoermal-audio.org. SICHTBAR – Der Podcast wird von HörMal Audiodeskription in Kooperation mit dzb lesen herausgegeben.

Svenja Fabian mit glatten langen blonden Haaren streichelt eine auf einem Gartenzaun sitzende Katze am Kopf, Foto: Svenja Fabian.

SICHTBAR-Podcast: Im Gespräch mit der blinden Psychologin Svenja Fabian

„Alleinsein ist nichts für uns Menschen“

Svenja Fabian arbeitet in Bad Homburg als Psychotherapeutin in einer ärztlichen Gemeinschaftspraxis. Schon früh wurde ihr signalisiert, dass sie mit ihrer ruhigen und empathischen Art das Talent für die Tätigkeit als Psychotherapeutin mitbringt. Mittlerweile übt sie den Beruf seit 12 Jahren mit großer Leidenschaft aus. Constantin Sträter hat mit sich mit ihr für unseren Podcast getroffen.

Svenja Fabian mit glatten langen blonden Haaren streichelt eine auf einem Gartenzaun sitzende Katze am Kopf, Foto: Svenja Fabian.
Immer gern unter Leuten und im Gespräch. Schon früh war bei Svenja Fabian die Leidenschaft für einen therapeutischen Beruf vorhanden, Foto: Svenja Fabian.

  • Transkript (PDF) – Folge: Im Gespräch mit der blinden Psychologin Svenja Fabian

„Ich habe früh gelernt: Ich bin die, die anders ist“

Eigentlich hatte Svenja Fabian den Plan, ihre Interessen für Musik und Psychologie zusammenzuführen und als Musiktherapeutin zu arbeiten. Ein sehbehinderter Musiklehrer prophezeite ihr allerdings schlechte berufliche Aussichten, weshalb sie sich für den üblicheren Weg entschied: Studium der Psychologie in Marburg, danach Ausbildung zur Psychotherapeutin. Sie profitierte davon, dass die Universität Marburg auf die Belange blinder Studierender Rücksicht nahm, etwa indem in Teilen schriftliche durch mündliche Prüfungen ersetzt werden konnten.

Etwas Gegenwind gab es für die in der Nähe von Braunschweig aufgewachsene Fabian in der Ausbildung; als sie einen praktischen Teil in einer Klinik absolvieren wollte, die auf Abhängigkeits- und Suchterkrankungen spezialisiert ist, war die Chefin skeptisch. „Die wollen Sie doch dort verarschen“, sagte die Chefin  – und sie absolvierte den praktischen Teil in einer anderen Station. Auch sonst musste sie sich öfter beweisen als sehende Kollegen, etwa wenn sie gefragt wurde, ob sie überhaupt mit Patienten arbeiten könne, obwohl sie das in ihrem Studium und der Ausbildung immer wieder nachwies. Auf ihr Fortkommen hatte das keine großen Auswirkungen: 2008 beendete Svenja Fabian die Ausbildung erfolgreich und wurde Psychotherapeutin. Erst arbeitete sie als Angestellte in einer Praxis in Neu Ansbach, seit 2020 ist sie in Bad Homburg tätig.

„Es gibt immer einen Weg“

Das Svenja Fabian ihren beruflichen Weg so erfolgreich absolviert hat, ist kein Zufall. Auch bei der Arbeit mit den Patienten ist sie der festen Ansicht, dass es immer einen Weg gibt. „Auch wenn wir 80 Stunden danach suchen müssen. Aber es wird einen Weg geben.“ In der Verhaltenstherapie arbeitet sie insbesondere gegenwarts- und zukunftsorientiert. Im Gegensatz zu anderen Verfahren wie der Psychoanalyse oder der tiefenpsychologisch fundierten Therapie steht nicht die intensive Reflektion der Lebensgeschichte und der gemachten Erfahrungen im Vordergrund; er ist lediglich Teil, der in die Therapie integriert wird. Den Weg von Menschen zu begleiten und ihnen zu helfen, bereitet Fabian noch immer große Freude. Schwierig sei allein das Abschalten, wenn sie jemandem nicht wirklich helfen kann oder jemand die Therapie abbricht.

Svenja Fabian von Sonne beschienen steht Freien. Im Hintergrund ragt eine felsige Bergwand auf. Neben ihr steht ein gefüllter Wanderrucksack, Foto: Svenja Fabian.
Mit Zuversicht begegnet Svenja Fabian den Menschen, die Sie um Hilfe bitten. Ganz nach dem Motto: Es gibt immer einen Weg. Foto: Svenja Fabian.

Auch jüngere Menschen berühren sie, etwa wenn diese am Anfang ihres Lebens stehen und verzweifelt sind, weil sie nicht wissen, wie sie ihr Leben gestalten möchten. „Warum wollen sie das jetzt schon wissen“, fragt sich Svenja Fabian. 

Es sei schon interessant, wie die Patienten und psychische Probleme auch immer gesellschaftliche Entwicklungen widerspiegeln, stellt Fabian fest. Dabei spricht sie in dem Podcast auch darüber, inwieweit man sein eigenes Glück in der Hand hat: „Glück hat auch viel damit zu tun, dass man für sich eine Dankbarkeit und eine Haltung der Achtsamkeit entwickelt. Dass man dankbar ist für das, was man hat.“


Wir sprechen in unserem Podcast „SICHTBAR“ mit Menschen über Inklusion und Barrierefreiheit. Wir porträtieren Menschen mit Behinderung, weil wir mehr über ihr Leben, die Schwierigkeiten, aber vor allem auch die Möglichkeiten wissen möchten. Dabei sind wir jederzeit auch offen für Feedback zu neuen Interview-Gästen. Schreibt uns euer Feedback und Vorschläge gerne per Mail an sichtbar@hoermal-audio.org.

SICHTBAR – Der Podcast: Dating-Apps für Sehbehinderte. Ein Farbfoto einer hellen Holzfläche. Auf dieser liegt im unteren Bildrand ein weißes iPhone. schräg darüber befinden sich zwei rote Sprechblasen, in denen jeweils ein weißes Herz und eine weiße Sprechblase abgebildet sind. In der Mitte des Fotos ist das Logo von SICHTBAR abgebildet. Dieses besteht aus einem zu einem Kreis geschwungenen Mikrofon, in dessen Mitte der Schriftzug „SICHTBAR DER PODCAST“ steht.

SICHTBAR-Podcast: Dating-Apps für Sehbehinderte

Welche Dating-Apps eignen sich für Sehbehinderte?

Es gab schon immer unterschiedlichste Wege, jemanden kennenzulernen. Einer dieser Wege sind Dating-Apps, von denen es immer mehr Angebote auf dem Markt gibt. Besonders in Zeiten von Kontaktbeschränkungen scheinen sie an Bedeutung zu gewinnen. Wir haben uns gefragt, ob es auch Dating-Apps für Blinde und Sehbehinderte gibt und sind dieser Frage in Folge 10 unseres Adventskalenders auf den Grund gegangen.

Nun gibt es noch ein kleines Update, über das wir uns mit Manuel Beck unterhalten haben.

Ein Gruppenfoto mit Manuel Beck, Malaika Mihambo, Florian Eib und Tomke Koop von HörMal Audiodeskription.
Unser Gesprächspartner Manuel (links) ist viel und gerne unterwegs. Zum Beispiel bei Sportveranstaltungen. Jetzt, in Zeiten von Kontaktbeschränkungen, hatte er Zeit, verschiedene Dating-Apps auszuprobieren und konnte uns von seinen Erfahrungen berichten.

Transkript (PDF) – Adventskalender Türchen 10: Gibt es Dating-Plattformen für Blinde?

Transkript (PDF) – Dating-Apps für Sehbehinderte

Barrierefreies Dating – gar nicht so einfach

Als wir uns Fragen für unseren SICHTBAR-Adventskalender überlegten, stießen wir auch auf das Thema Dating-Apps für Sehbehinderte und fragten Manuel Beck, ob er in diesem Bereich bereits Erfahrungen gesammelt hätte. Der 32-Jährige ist blind und erzählte uns, dass er sich im Zuge der Kontaktbeschränkungen mit dem Thema Dating-Apps befasst hat. Dabei hat er zum Beispiel Tinder ausprobiert. Die App war für ihn einfach bedienbar. Schwierigkeiten traten erst beim Hochladen eines Bildes auf. Das mag für eine Person mit Sehbehinderung noch möglich sein. Allerdings ist der Bild-Eindruck bei dieser, wie auch vielen anderen Dating-Apps im Vordergrund. Als blinder Mensch müsste man sich die Bilder also von jemand anderem beschreiben lassen – das macht es eher schwierig. Eine Dating-App speziell für Blinde und Sehbehinderte kennt Manuel übrigens nicht. Und dabei betonte er auch, dass er sich im Sinne der Inklusion ohnehin nicht nur auf das Kennenlernen von Menschen mit Behinderung beschränken möchte.

Doch noch eine barrierefreie Dating-App?

So der Stand der Dinge bis zur Veröffentlichung unserer Folge im Dezember. Kurz danach ist Manuel allerdings doch noch fündig geworden und meldete sich prompt noch einmal bei uns. Denn er hat eine App gefunden, die seine Kriterien zur Barrierefreiheit weitestgehend erfüllt: Informationen sollten mit der Sprachausgabe ausgelesen und Nachrichten einfach gelesen und verschickt werden können. Fotos sollten außerdem nicht im Mittelpunkt stehen. Manuel erzählte uns von der App „Lovetastic“. Diese komme komplett ohne Bilder aus. Als schönes Extra-Feature besonders für Sehbehinderte empfindet Manuel die Möglichkeit, seine eigene Stimme hochzuladen. Insgesamt fällt Manuels Fazit zur Barrierefreiheit der App sehr positiv aus. Was die App noch für Funktionen hat und ob Manuel auch schon jemanden kennenlernen konnte, erfahrt ihr in unserer neuen Podcast-Folge. Viel Spaß beim Hören!

Noch ein kleiner Hinweis: Wir möchten mit unserer Folge keine Werbung für die App Lovetastic machen. Es handelt sich um einen kleinen Erfahrungsbericht, an dem wir euch teilhaben lassen möchten.

Audio-Adventskalender 2020: Das Banner von SICHTBAR – Der Podcast ist ein Rechteck. In der Mitte des Rechtecks befindet sich vor einem roten Hintergrund ein weißes, kreisförmiges Mikrofon. Im Mikrofon befindet sich der Schriftzug "SICHTBAR DER PODCAST" in weißer Farbe. Über dem Kopf des geschwungenen Mikrofons im Logo hängt eine Weihnachtsmütze und unter dem Schriftzug „SICHTBAR Der Podcast“ ist ein grüner Tannenzweig.

SICHTBAR-Podcast: Unser Audio-Adventskalender 2020

SICHTBAR Audio-Adventskalender 2020

Das Banner von SICHTBAR – Der Podcast ist mit runter Untergrundfarbe gestaltet. In der Mitte befindet sich das Logo von SICHTBAR in weißer Farbe. Über dem Kopf des geschwungenen Mikrofons im Logo hängt eine Weihnachtsmütze und unter dem Schrift „SICHTBAR Der Podcast“ ist ein grüner Tannenzweig.

Im August haben wir unseren Podcast „SICHTBAR“ ins Leben gerufen. Unser Ziel war es, die vielen interessanten Gespräche, die wir führen dürfen auch öffentlich zu machen. Wir befassen uns in unserer Arbeit mit den Themen Barrierefreiheit, Teilhabe und Inklusion. Dabei treffen wir regelmäßig Engagierte, Vordenker und natürlich auch viele Menschen mit Handicaps persönlich. Mit diesem kleinen Adventskalender möchten wir uns bei allen Hörerinnen und Hörern und bei allen, die uns unterstützt haben, bedanken. 

Wir haben da mal etwas vorbereitet ...

Wir möchten in unserem Podcast Antworten haben. Aber keine Antwort ohne Frage! In unserem Audio-Adventskalender haben wir 24 Fragen (und Antworten) gesammelt, die uns das Jahr über erreicht haben. Manches wollten wir auch einfach selbst schon immer wissen. Wir wünschen allen viel Spaß beim Hören und eine besinnliche Weihnachtszeit!

Transkript zu: Eine Packung gute Laune! (PDF)


Transkript zu: Wie funktioniert ein Mobilitätstraining? (PDF)


Transkript zu: Wie binden sich Menschen mit einem Arm die Schuhe? (PDF)


Transkript zu: Gibt es blinde Schiedsrichter? (PDF)


Transkript zu: Wonach suchen Blinde ihren Partner aus? (PDF)


Transkript zu: Gibt es inklusive Stadtführungen? (PDF)


Transkript zu: Lifehacks: Blind Obst und Gemüse unterscheiden (PDF)


Transkript zu: Welche Farbvorstellung hat ein Geburtsblinder? (PDF)


Transkript zu: Warum ist „Justitia“ blind? (PDF)


Transkript zu: Müssen Blinde eine Blindenschule besuchen? (PDF)


Transkript zu: Können blinde Menschen Fahrrad fahren? (PDF)


Transkript zu: Wie funktioniert „Leichte Sprache“? (PDF)


Transkript zu: Warum rufen Blindenfußballer „Voy“? (PDF)


Transkript zu: Wie funktionieren Leitlinien? (PDF)


Transkript zu: Gibt es Datingplattformen für Blinde (PDF)


Transkript zu: Wer hat Gebärdensprache erfunden? (PDF)


Transkript zu: Was versteht man unter barrierefreiem Lesen? (PDF)


Transkript zu: Sind Blindschleichen wirklich blind? (PDF)


Transkript zu: Können Blinde eine Kerze anzünden? (PDF)


Transkript zu: Wie kann man mit Taubblinden kommunizieren? (PDF)


Transkript zu: Wie wählen Blinde? (PDF)


Transkript zu: Was zeichnet eine barrierefreie Website aus? (PDF)


Transkript zu: Können Rollstuhlfahrer Auto fahren? (PDF)


Transkript zu: Wie funktioniert die Blindenschrift? (PDF)


Hört den Podcast auf eurem iPhone: https://apple.co/37mvqcO

… oder bei Spotify: https://spoti.fi/3o85TL9