Pferdesport – Springreiten: Ein Reiter auf einem braunen Pferd. Die Vorderhufen des Pferdes befinden sich bereits in der Luft und überqueren ein Hindernis, das von grünen Sträuchern umgeben ist, Foto: Kati Lomb.

Steilsprung übers Hindernis. Bis zum vorletzten Hindernis blieben viele der Reiter und ihre Pferde fehlerfrei, Foto: Kati Lomb.

Pferdesport mit Tradition

Die PARTNER PFERD auf der Leipziger Messe bietet immer am Anfang des Jahres ein viertägiges Programm rund um die Themen Pferde, Reiten und Pferdesport. In diesem Jahr fand bereits die 23. Auflage statt. Auf einer Fläche von 60.000 Quadratmetern, was etwa 12 Fußballfeldern entspricht, tummelten sich knapp 300 Aussteller. Die ca. 70.000 Besucher konnten über 100 Live-Vorführungen erleben. Dazu kamen Spitzensportler aus aller Welt, um sich im Rahmen der der stattfindenden Turnier-Wettbewerbe zu messen. 

Die Sprecher für Audiodeskription Florian Eib und Peter Lomb stehen jeweils links und rechts neben dem Maskottchen der PARTNER PFERD. Einem braunen Plüschpferd auf zwei Beinen. Es hat eine Schärpe mit der Aufschrift

Unsere Reporter erlebten einen besonderen Pferdesport-Abend, auf den sie sich lange vorbereitet haben. Maskottchen Pferdinand sorgte zusätzlich für Gute Laune, Foto: Kati Lomb.

Erstmals hatten wir die Gelegenheit, auf diesem Event Audiodeskription anzubieten. Unsere Reporter Florian Eib und Peter Lomb begleiteten am Freitagabend die so genannte „Sparkassen-Sportgala“ – ein sechsstündiges Programm, das aus vier verschiedenen Teilen bestand. In der Vorbereitung haben sich Florian und Peter intensiv mit dem Thema Pferdesport beschäftigt. Neben der Bildbeschreibung lag ein weiterer Fokus auf Benennung und Darstellung der Sportlerinnen und Sportler und auf der Erklärung des Regulariums.

Longines FEI Weltcup der Springreiter

Ich habe, als ich noch sehen konnte, diese Wettbewerbe immer verfolgt und ich fand das sehr aufregend und spannend. Genauso ist es mir jetzt am Freitag gegangen.
(Feedback eines blinden Gastes)

Im ersten Programmteil traf die Elite der Springreiter aufeinander. Ein extra für diese Veranstaltung entworfener Parcours musste möglichst fehlerfrei und in einer guten Zeit passiert werden. Die Herausforderung für unsere Reporter bestand zum einen in der Beschreibung der Hindernisse, die teilweise sehr kunstvoll gestaltet waren. Zum anderen mussten jeweils auch Reiter und Pferd in ihren Bewegungen verbildlicht werden. Insgesamt 48 Starter, viele davon aus der Weltspitze, bewältigten den Parcours. Es gewann ein Leipzig-Debütant, der Italiener Emilio Bicocchi mit Evita SG Z.

Ein Reiter in einer dunkelblauen Uniform und mit Helm auf dem Kopf sitzt auf einem braunen Pferd. Das Pferd galoppiert und ist in eine rote Decke gehüllt, Foto: Kati Lomb.

Emilio Bicocchi führte das Feld von Beginn an. Mit seinem Pferd „Evita SG Z“ war er der erste der den Weltcup-Parcours zu meistern hatte. Dieses Foto entstand auf der Ehrenrunde nach der Siegerehrung, Foto: Kati Lomb.

Auf die Profis folgte der Nachwuchs. Für den so genannten „Selleria Equipe Pony Cup“ wurden der Parcours leicht umgebaut und die Hindernisse niedriger gestellt. Für die Nachwuchsreiterinnen und -reiter und ihre Pferde ging es vor allem auch darum, vor der Kulissen von knapp 3.000 Zuschauern die Nerven zu behalten.

Ein junger Springreiter meistert mit seinem Pferd ein Hindernis. Das Pferd befindet sich mitten im Flug, Foto: Kati Lomb.

Nachwuchsreiter hatten die Chance sich und ihre Pferde vor einem großen Publikum zu präsentieren, Foto: Kati Lomb.

Showprogramm und Artistik

Neben dem Pferdesport gehörte zum Freitagabend auch eine Mischung aus Akrobatik und Dressur. Da hier im Vorfeld nicht bekannt war, was genau passieren würde, waren unsere Reporter besonders gefordert. Sie mussten das gesamte Programm spontan beschreiben. Für einen stimmungsvollen Beginn sorgten die Madness Brothers mit ihrer Trampolin-Show.

Sieben Männer in weißen Hemden und schwarzen Hosen posieren in einer großen Manege. Sie strecken die Arme aus und und bilden eine Art menschliche Pyramide, Foto: Kati Lomb.

Die Madness-Brothers arbeiten mit Gerät, wie man es aus dem Sportunterricht kennt – einem Kasten, einem Mini-Trampolin und zwei dicken Turnmatten, Foto: Kati Lomb.

Ihnen folgte Showtalent Lisa Röckener, die mit ihrem Pferd Valoo zeigte, dass auch Pferde Seilspringen können. Das Programm wurden durch Santi Serra – den “Pferde-Flüsterer” – abgerundet. Santi Serra bot eine Dressur der besonderen Art, in die nicht nur Pferde, sondern auch ein Hund und zwei Falken einbezogen wurden.

Pferdesport habe ich manchmal schon im Fernsehen verfolgt. Von der Dressur hatte ich aber natürlich noch keine Vorstellung. Durch die Audiodeskription habe ich aber ein Bild bekommen und ich fand es der Hammer.
(Feedback eines blinden Gastes)

Weltcup im Vierspänner-Zeitfahren

Das Vierspänner-Fahren ist vielleicht die beliebteste Disziplin des Fahrsports. Vier Pferde ziehen dabei eine Kutsche, auf der sich drei Fahrer befinden. Die Kutsche muss durch einen eng gewundenen Parcours dirigiert werden. Teile der Hindernisse müssen sauber durchfahren werden, da es sonst Fehlerpunkte gibt. Jeder Fehlerpunkt kostet Zeit und darum geht es am Ende. 

Pferdesport – Vierspänner-Fahren: Ein Vierspänner mit vier Schimmeln fährt eine scharfe Rechtskurve. Die Fahrer auf der Kutsche konzentrieren sich auf das Hindernis, das sie durchfahren. Im Hintergrund ist eine voll gefüllte Zuschauertribüne, Foto: Kati Lomb.

Scharfe Kurven und enge Gassen hatten die Vierspänner zu passieren. Hier treibt der Niederländer Bram Chardon seine Pferde an, Foto: Kati Lomb.

Beim Vierspänner-Fahren präsentierte sich wiederum die Elite dieses Sports. Es triumphierte der Mann mit der weitesten Anreise, nämlich der Australier Boyd Exell – immerhin fünffacher Weltmeister und achtfacher Weltcupsieger. Neben dem aktionsreichen Fahren durch den Parcours sorgte flotte Musik während der Fahrt für einen stimmungsvollen Abschluss des Abends. 

Viele unserer Gäste hatten zum ersten Mal die Möglichkeit, bei einer solchen Veranstaltung dabei zu sein. Wir bedanken uns an dieser Stelle bei der Sparkasse Leipzig, EN GARDE Marketing, der Leipziger Messe GmbH und unseren ehrenamtlichen Helfern für die Unterstützung. Die sehbehinderten und blinden Gästen konnten mit deren Hilfe einen kleinen Rundgang über die Messe machen und sogar ein Pony erfühlen. Das Feedback für die gesamte Veranstaltung fiel bei den sehbehinderten und blinden Gästen äußerst positiv aus. 

Drei Besucher der PARTNER PFERD mit einer Sehbehinderung stehen neben einem Pony. Das Pony hat eine weiße Farbe und eine lange dichte Mähne, die ihm auf einer Seite vom Kopf hängt. Zwei der Besucher haben eine Hand auf den Rücken des Ponys gelegt, Foto: Kati Lomb.

Hautnah dabei: Das Pony ließ sich ertasten, ohne zu murren. Zur Belohnung gab es dann eine Möhre, Foto: Kati Lomb.


Möchten auch Sie Ihre Veranstaltung durch das Angebot von Audiodeskription barrierefreier gestalten? Wir unterstützen Sie gerne und freuen uns auf Ihre Anfrage.