HörMal

Audiodeskription

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Etwa zwanzig sehbehinderte und blinde Gäste sitzen in zwei Stuhlreihen am Rand eines Handballspielfeldes. Sie haben Kopfhörer auf und empfangen eine Audiodeskription, um dem Handballspiel beim Pixum-Supercup in Düsseldorf folgen zu können.
Sehbehinderte und blinde Gäste bei einer Großveranstaltung in Düsseldorf. Über Kopfhörer empfangen sie die Spielbeschreibung eines Handballspieles von geschulten Reportern, Foto: Florian Eib.

Was ist Audiodeskription?

Audiodeskription heißt übersetzt nichts anderes als Hörbeschreibung. Es handelt sich um einen Service für Menschen mit einer Sehbehinderung. Menschen, die etwas nicht sehen können, bekommen eine Hilfe durch eine Beschreibung dessen, was zu sehen ist. Ein Sprecher für Audiodeskription übersetzt seine Bild-Eindrücke in erklärende Sprache.

Was ist mit Inklusion gemeint?

Inklusion bedeutet, dass Menschen mit einer Behinderung am gesellschaftlichen Leben teilhaben können. Als Inklusion wird auch der gesellschaftliche Umgang mit Menschen mit Behinderung verstanden. Wir halten Inklusion und die damit verbundene Anforderung von Barrierefreiheit für eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe und setzen uns in unserer Arbeit dafür ein.

Was bedeutet Barrierefreiheit?

Barrierefreiheit hat viele verschiedene Bedeutungen. Zum Beispiel bedeutet Barrierefreiheit, dass Menschen mit einer Behinderung Zugang zu Informationen haben. Das betrifft vor alle Menschen mit einer Höreinschränkung, Menschen mit einer Sehbehinderung oder auch Menschen mit geistiger Behinderung. Barrierefreiheit bedeutet aber auch, dass Menschen mit einer Behinderung Zugang zu öffentlichen Räumen haben. Das betrifft vor allem Menschen mit einer Gehbehinderung, aber auch Menschen mit einer Sehbehinderung.

Was hat Audiodeskription mit Barrierefreiheit und Inklusion zu tun?

Audiodeskription fördert Inklusion – also gesellschaftliche Teilhabe. Gleichzeitig ist Audiodeskription ein Baustein von Barrierefreiheit. Wir verstehen Audiodeskription als einen Service, der Menschen mit einer Sehbehinderung, geistigen oder körperlichen Behinderung den Zugang zu Informationen erleichtert. Ein weiterer Baustein von Barrierefreiheit sind beispielsweise Gebärdendolmetscher, die Menschen mit Höreinschränkung den Zugang zu Informationen erleichtern.

Wie können wir Barrierefreiheit gestalten?

Auch Menschen mit Behinderungen möchten an Kultur- und Sportveranstaltungen teilnehmen. In der EU-Behindertenrechtskonvention hat Deutschland schon im Jahr 2007 zugestimmt, dass Menschen mit Behinderung der Zugang zu öffentlichen Veranstaltungen erleichtert werden soll. Häufig wird dabei zuerst an Rollstuhlfahrer gedacht. Die meisten Veranstaltungsorte haben heute glücklicherweise eine Rampe und bieten Rollstuhlplätze an. Fast gar nicht bedacht wurden bisher die Bedürfnisse von Menschen mit Sehbehinderung und Menschen mit Höreinschränkungen. Zur Barrierefreiheit gehört eine Audiodeskription ebenso wie eine Übersetzung in Gebärdensprache. Wir beraten Sie gerne bei Ihrer Veranstaltungsplanung und unterstützen Sie mit unseren Kontakten und unserer Erfahrung.

Wie wird eine Audiodeskription umgesetzt?

Mithilfe eines Audioguides-Systems können Menschen mit einer Sehbehinderung über einen Kopfhörer zusätzliche Informationen hören. Diese Informationen ergänzen Höreindrücke bei einer Veranstaltung oder in einem Film. Ein Sprecher oder Autor für Audiodeskription ist darauf trainiert das zu Sehende für Menschen, die es nicht sehen können, kurz und knapp zu erklären. Die Audiodeskription ist ein Hilfsmittel für sehbehinderte und blinde Menschen. Gleichzeitig ist sie eine Ergänzung zum Hauptinhalt, ähnlich einer zweiten Tonspur. Die erste Tonspur sind die Höreindrücke, die jeder Mensch bei einer Veranstaltung oder in einem Film wahrnehmen kann. Auf der zweiten Tonspur übersetzt ein geschulter Sprecher ein Ereignis, was sonst nur Sehende wahrnehmen können, in Sprache.